Zukunft, die keine ist

„Ich sehe keinen Grund, dass man … Zukunftsinvestitionen nicht über eine Neuverschuldung finanziert. … ich glaube, dass es eben bei der deutschen Wirtschaftspolitik wichtig ist, ein Umdenken in die Wege zu leiten dahingehend, dass mehr in die Zukunft investiert wird, als das bisher der Fall ist. Dadurch bietet man sichere Anlagemöglichkeiten und tut etwas für die Zukunft.“

Peter Bofinger, Cicero, März 2009, S. 97
(Prof. für Volkswirtschaftslehre und Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Universität Würzburg)

„Die Rede von der “Zukunft”, die zu beachten sei und der man deshalb “folgen” müsse, ist nur die Übersetzung für eine Herrschaft in der gegenwärtigen Gesellschaft. Jene, die heute aus einem “Zukunftsentwurf” Bedingungen für das Handeln setzen können, sind die jeweils Herrschenden heute, und es ist kein Geheimnis, dass deren Zukunft vor allem darin besteht, die bestehenden Sozialverhältnisse erhalten und die eigene Herrschaft ausweiten zu wollen.“

Karl-Heinz Brodbeck, Die Herrschaft des Geldes, S. 1120
(Prof. für Volkswirtschaftslehre, Statistik und Kreativitätstechniken, FH Würzburg)